Öffentliche Schaubackveranstaltung
Unser Verein öffnet an diesem Tag um 11 Uhr sein Backhaus.
Bereits einige Tage vorher laufen erste Vorbereitungen.
Der altdeutsche Lehmbackofen muss mindestens drei Tage vorgeheizt werden, damit er am
Backtag eine beständig hohe Hitze aufweist.
Den Saueranteil für den Teig setzen wir, zeitlich abgestimmt, selbst an, so dass er zum
Verarbeitungszeitpunkt eine optimale Triebfähigkeit besitzt.
Sauerteig wird als Triebmittel zur Lockerung zugefügt und verbessert, dank seiner Milchsäurebakterien,
die Verträglichkeit, das Aroma, den Geschmack und die Haltbarkeit der
Brote.
Dabei gilt es, unbedingt die langen Ruhezeiten des Teiges genau einzuhalten.
Die Teigruhe bedingt, dass wir uns dem "Rhythmus des Brotes" in hohem Maße anpassen müssen.
Nach dem Brot folgen unmittelbar unsere köstlichen Hefekuchen.
Sie werden mit der Restwärme nach dem Brotschub gebacken.
Der Hefeteig wird bereits in den frühen Morgenstunden angesetzt. Unser Kuchenteam belegt ihn dann mit
verschiedenen süßen Zutaten und lässt sich dafür immer wieder ein neues Rezept einfallen.
Pflaumenkuchen ist allerdings nach wie vor der Renner und *am liebsten noch etwas warm*, bei
unseren Gästen sehr beliebt.
Natürlich muss auch der Lehmbackofen, trotz bester Wärmespeicherung, immer wieder einmal auf
Betriebstemperatur gebracht werden.
Das alles braucht viel Zeit und Geduld, beides Eigenschaften, die es zur Zeit der altdeutschen Holzbacköfen
noch reichlich gab.
Bereits viele Tage vorher krabbelt es uns sprichwörtlich in den Fingern und spätestens am
Backtag auch in der Nase.
Wir freuen uns auf alle Besucher, die großen und die kleinen.
.....und so manch kleiner Besucher kann dann besser verstehen, was bei *Hänsel und Gretel* passiert ist.
Die Vereinsmitglieder des Backhaus Schlema e.V.